Plastikmüll
In den letzten Jahren hat die Umweltproblematik des Plastikmülls zunehmend Aufmerksamkeit erregt. Insbesondere die enormen Mengen, die wir produzieren, und die damit einhergehende Unnachhaltigkeit dieser Entwicklung stehen im Fokus. Plastikmüll bezeichnet die riesigen Mengen an Plastik, die wir produzieren und anschließend einfach wegwerfen. Das heißt, der Kunststoff wird nicht recycelt oder wiederverwendet. Stattdessen landet er auf Mülldeponien, verschmutzt die Umwelt oder verschmutzt die Ozeane, was verheerende Folgen haben kann.
Wie groß ist das Problem?
Plastikmüll ist erst in jüngster Zeit zu einem massiven Problem geworden. Die Hälfte aller jemals hergestellten Kunststoffe wurde in den letzten 15 Jahren produziert. Anders ausgedrückt: 1950 wurden lediglich 2,3 Millionen Tonnen Plastik produziert, doch bis 2015 stieg diese Menge auf 448 Millionen Tonnen! Noch besorgniserregender ist, dass nur 9 % davon recycelt wurden. Dieser Kunststoff wird uns noch Hunderte von Jahren – genauer gesagt 400 Jahre – begleiten. Das bedeutet, dass der erste jemals hergestellte Kunststoff noch immer existiert. Aufgrund seiner Langlebigkeit und der geringen Produktionskosten wurde er so beliebt. Die Weltwirtschaft hat seit seiner Einführung enorm davon profitiert, sodass Plastik heute allgegenwärtig und in fast allen Produkten enthalten ist.

Was können Marken tun, um sich zu verbessern?
Verpackungen machen 40 % des gesamten Plastikverbrauchs (Einwegplastik) aus und sind somit einer der Hauptverursacher von Plastikmüll. Hier besteht das größte Verbesserungspotenzial, da viele dieser Kunststoffe recycelbar hergestellt werden können. Falls sie nicht recycelbar sind, kann der Plastikanteil in der Verpackung reduziert werden. Das bedeutet, dass Unternehmen Verpackungen aus einer Mischung biologisch abbaubarer Materialien und Kunststoff herstellen können. So landet ein geringerer Anteil der Verpackung auf der Mülldeponie, während der Rest verrottet. ViDrate-Beutel enthalten derzeit nur 0,4 g Plastik pro 100 g Verpackung. Zum Vergleich: Um die gleiche Menge Plastikmüll zu verbrauchen wie in einer 500-ml-Einweg-Plastikflasche, müssten Sie 75 ViDrate-Beutel verwenden. Solange Sie also eine wiederverwendbare Flasche und unsere ViDrate-Beutel verwenden, leisten Sie bereits einen wichtigen Beitrag! Leider ist die derzeitige Infrastruktur zur Lösung dieses Plastikmüllproblems noch sehr begrenzt, da viele Verpackungen auf der Mülldeponie landen, obwohl sie recycelt werden könnten.
Eine weitere Möglichkeit, den Plastikverbrauch in Verpackungen zu reduzieren, besteht darin, einfach die verwendete Plastikmenge zu verringern. Anstatt beispielsweise Kokosnüsse einzeln zu verpacken (was nicht unbedingt nötig ist, um die Haltbarkeit geringfügig zu verlängern), verkaufen Unternehmen sie nun unverpackt. Dadurch wurden die Produktion und der Abfall von Einwegplastik reduziert und andere Unternehmen dazu angeregt, ebenfalls auf Plastik zu verzichten. Die Verbraucher kauften die Produkte weiterhin und freuten sich über den Wegfall des notwendigen Plastiks.
Dies war nur ein Beispiel dafür, wie man Plastik reduzieren kann. Tausende weitere Unternehmen (und deren Kunden) müssen in naher Zukunft ähnliche Initiativen starten oder übernehmen. Andernfalls wird prognostiziert, dass es bis 2050 mehr Plastikmüll als Fische im Meer geben wird – Tonne für Tonne.
Nicht nur die Art der Plastikentsorgung ist problematisch, sondern auch die Menge, die dabei entsteht. Bei der Plastikherstellung werden Treibhausgase freigesetzt. Diese Gase, wie Methan und Kohlendioxid, wirken wie eine Barriere, die die Sonnenstrahlen nahe der Erde hält und sie dadurch wärmer hält, als sie sein sollte.

Was können wir tun, um die Abfallmenge zu reduzieren?
Es gibt viele Möglichkeiten, unseren Plastikverbrauch zu reduzieren. Supermärkte und Geschäfte geben bereits keine kostenlosen Plastiktüten mehr aus, sondern verlangen dafür Geld oder haben sie ganz verboten. Das hat einen großen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Denken Sie aber trotzdem daran, Ihre eigene Einkaufstasche mitzubringen, wenn Sie einkaufen gehen. Man weiß nie, wann einen spontanen Kauf überkommt! Beim Einkaufen greift man schnell zu seinen Lieblingsmarken. Lebensmittelverpackungen tragen jedoch erheblich zum Plastikmüll bei. Greifen Sie statt zu Lebensmitteln in Plastikbehältern lieber zu verpackten Lebensmitteln oder noch besser zu unverpackten Produkten. Karton ist schneller und einfacher biologisch abbaubar als Plastik. Lebensmittel wie Äpfel (die man ohne Plastikverpackung kaufen kann) sind sogar noch besser als verpackte Lebensmittel. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann unverpackte Lebensmittel kaufen. Suchen Sie nach Geschäften mit Abfüllstationen, wo Sie Ihre eigenen Gläser mitbringen und dort befüllen können. Gläser sind wiederverwendbar und leicht zu recyceln – so produzieren Sie fast keinen Plastikmüll!
Wenn Sie gerne unterwegs Kaffee trinken, bringen Sie statt eines Plastikbechers oder eines mit Plastik beschichteten Bechers einfach Ihren eigenen mit. Cafés haben nichts dagegen, wenn Sie Ihr Getränk in Ihrer eigenen Thermoskanne bestellen – das spart ihnen Geld. Mit Ihrem eigenen Becher vermeiden Sie außerdem Strohhalme, und im Restaurant können Sie diese einfach ablehnen. Indem Sie auf diese umweltbewussteren Lebensweisen umsteigen, reduzieren Sie die Nachfrage nach Plastik und somit auch dessen Produktion. Sie verringern außerdem die zunehmende Menge an Plastikmüll, der auf Deponien landet, und damit die Freisetzung giftiger Chemikalien sowie die Schädigung der Tierwelt durch Plastik.

ViDrate & Plastikmüll
Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher ist sich mittlerweile der Auswirkungen ihres Handelns auf die Umwelt bewusst. Daher versuchen wir als Einzelpersonen, bewusst umweltfreundliche Produkte auszuwählen. Viele Unternehmen erkennen ebenfalls ihre Rolle in dieser globalen Krise und entwickeln neue Wege, um ihren Plastikmüll zu reduzieren und nachhaltigere Produktionsmethoden zu fördern. Relativ junge Unternehmen wie ViDrate sind besonders umweltbewusst und stellen daher umweltfreundliche Produkte her. Unsere Portionsbeutel enthalten nur 0,4 g Plastik pro 100 g Verpackung, und unsere gesamte Umverpackung ist komplett plastikfrei. Die Portionsbeutel selbst enthalten eine dünne Plastikschicht, um die Frische des Produkts zu gewährleisten. Unser Entwicklungsteam arbeitet jedoch bereits an einem weiteren Schritt: der Einführung eines plastikfreien Portionsbeutels – dem ersten seiner Art. Seien Sie gespannt!
ViDrate verkauft Mehrwegflaschen, damit unsere Kunden weniger Einweg-Plastikflaschen kaufen müssen. Neben dem Einkaufen mit eigenen Taschen anstelle von Einweg-Plastiktüten sind Mehrwegflaschen ein einfacher und effektiver Weg, Plastikmüll zu reduzieren. Im Jahr 2018 konsumierte jeder Mensch durchschnittlich 45 Liter Wasser in Flaschen. Stellen Sie sich vor, wie viel Plastik produziert, nur einmal verwendet und dann weggeworfen wird. Wenn Sie ein ganzes Jahr lang dieselbe Flasche verwenden, sparen Sie nicht nur Geld, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.
